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Frankfurt in Grün
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Natürlich gab es aber auch solche Künstler, die sich aus reinem Opportunismus oder echter Überzeugung ganz dem gewünschten „Bildprogramm“ der Nationalsozialisten anschlossen.

Der Zweite Weltkrieg hatte katastrophale Folgen auch für das künstlerische Schaffen in Frankfurt. Zahlreiche Künstler wurden eingezogen, schwer verletzt, fielen oder kamen in Kriegsgefangenschaft. Während der Bombardierungen Frankfurts wurden viele Ateliers gänzlich zerstört. Unwiderruflich gingen ganze OEuvres verloren. Auch das repräsentative Domizil der FKG wurde im März 1944 mit seinem Inventar und einem Teil der Kunstsammlung vernichtet.

In der Nachkriegszeit standen existentielle Probleme wie die Beschaffung von Nahrung und Unterkünften im Vordergrund. Ein funktionierendes Ausstellungs- und Galeriewesen existierte in den ersten Jahren nach dem Krieg ohnehin nicht. Auch ging es um den eigenen künstlerischen Neuanfang, die Frage nach der künstlerischen Positionierung. Wie in der Weimarer Republik kam es erneut zur „Fronten-Bildung“: Die figürlich- gegenständliche Kunst stand der abstrakt- ungegenständlichen gegenüber; letztere wurde jetzt geradezu als Synonym für den Widerstand gegen die nationalsozialistische Kunst und Ideologie angesehen und war damit in den Augen auch der internationalen Öffentlichkeit die „zeitgemäße“. Dennoch suchten die Mitglieder der FKG, die zumeist um 1900 geboren worden waren und vorwiegend gegenständlich arbeiteten, sich ab 1950 neu zu konsolidieren. Die ersten Ausstellungen wurden ausgerichtet. Der Erfolg stellte sich nur langsam ein und nicht zuletzt verhalf ihnen dazu ein treues traditionsbezogenes Sammlerpublikum. Gerade die Jubiläumsausstellungen zum 100. und zum 150jährigen Bestehen in den Jahren 1957 und 2007 brachten die FKG erneut in den Fokus der breiten Öffentlichkeit.